Genossenschaften im Kosovo

Hilfe zur Selbsthilfe

Auf Basis genossenschaftlicher Selbsthilfe die wirtschaftliche Krisenregion zu fördern, war das erklärte Ziel bei der Gründung von landwirtschaftlichen Pilotgenossenschaften im Kosovo.

"Es ist außerordentlich leicht, einen derartigen Verein zu gründen, aber außerordentlich schwer, von vornherein den rechten Geist hineinzulegen", wusste schon Raiffeisen Gründervater F.W. Raiffeisen. Die gleiche Erfahrung machte die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mehr als 120 Jahre später im Kosovo. Denn auch der Erfolg und die Entwicklung der Pilotgenossenschaften hängen an den Fähigkeiten und am Engagement der verantwortlichen Personen. Die auf die Realwirtschaft durchschlagenden Auswirkungen der Finanzmarktkrise reduzieren die ohnedies geringe Kaufkraft der Bevölkerung noch mehr und verstärken die Schwierigkeiten, die einzelne Genossenschaften schon vorher verzeichneten. Umso erfreulicher ist, dass die Gemüsegenossenschaft auch unter den schwierigen Marktbedingungen ihren Wachstumskurs fortsetzen konnte. Die Käsereigenossenschaft in den Bergen zur mazedonischen Grenze hat sich in der Krise stabil gezeigt, während die Molkereigenossenschaft in Suhareka weiterhin keine eigenständige Produktion erreicht hat. Die Suche nach einem kompetenten Partnerunternehmen gestaltet sich als schwierig, wird jedoch als einziger Weg, um eine positive Entwicklung zu erreichen, fortgesetzt.

Das Engagement der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien wird aber in jedem Fall ausschließlich als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden, die einen eigenständigen Betrieb erreichen bzw. unterstützen will.

Den ORF NÖ-Beitrag zum Thema "Genossenschaftliche Hilfe im Kosovo" finden Sie hier