Genossenschaft – ein Modell mit Zukunft

Spätestens mit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist eines wieder deutlich geworden: Genossenschaftliche Unternehmen und deren Zusammenschlüsse haben sich in Krisenzeiten als besonders anpassungsfähig, leistungsstark und dadurch wirtschaftlich stabil erwiesen. Die Idee der Genossenschaften im Sinne des Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist heute so modern wie bei der Gründung der ersten österreichischen Raiffeisenkasse im Jahr 1886.

Die Genossenschaft ist viel mehr als nur ein Geschäftsmodell oder eine Rechtsform. Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der am 30. März 1818 in Hamm/Sieg im deutschen Westerwald geboren wurde und 1888 starb, brachte die Idee der Genossenschaft auf einen einfachen Nenner: Gemeinsamkeit macht stark. Was ein Einzelner nicht erreichen kann, wird durch die Zusammenarbeit vieler Gleichgesinnter erst möglich.

Das Konzept widerspricht somit allen, die die Ansicht vertreten, dass im Zeitalter der Globalisierung der Wirtschaft vor allem die Größe von Unternehmen oder Unternehmensgruppen Grundlage für den dauerhaften Erfolg auf den Märkten ist. Die Gegenthese lautet: Erfolg hat, wer sich den spezifischen Besonderheiten unzähliger lokaler Märkte anpasst und die Kräfte bündelt, um auch im Konzert der Großen mitspielen und bestehen zu können.

 

130 Jahre Raiffeisen in Österreich

Das Jahr 2016 steht in Niederösterreich und Wien im Zeichen des 130-Jahr-Jubiläums: 1886 wurde die erste Raiffeisenkasse in Mühldorf bei Spitz gegründet.

Für manche mag die Geschichte von Raiffeisen lediglich eine historische Betrachtung mit wenig Bezug zu unserer heutigen Zeit sein. Bei näherer Beschäftigung wird man aber feststellen, dass die Wertewelt von F. W. Raiffeisen eine zeitlose ist. Zeitlos, da Werte wie Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit wichtig für ein lebenswertes Miteinander von Menschen sind.

Es sind dies auch unverzichtbare Werte eines wirtschaftlichen Miteinanders. Gerade in Zeiten, in denen die materielle Orientierung die Oberhand über ideelle Werte zu gewinnen scheint. Unverzichtbar, wo die regionale Identität von der Globalisierung zurückgedrängt wird und persönliches Engagement und Solidarität des Einzelnen immer weniger Wertschätzung erfahren.

Umso wichtiger ist das Verständnis, dass die Entwicklung materieller Werte nur auf Basis und mit Achtung humaner Prinzipien berechtigt und sinnvoll ist. Eben diese Besinnung auf unsere Werte wird einen sicheren Leitstern für die Gestaltung von Raiffeisen in der Zukunft darstellen. 

 

Regionalsicherzukunftsorientiert!
Das waren, sind und bleiben die österreichischen, genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken.